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Leading Change

In seinem Beitrag „Leading Change“ beschreibt Mag. Peter Rosegger, MBA, Leiter Wirkfeld „lernen&leben“ die nachhaltige Bedeutung von Vernetzung und Wissensmanagement für Innovation und Organisationsentwicklung in einer pluralen Geselschaft. Der Text ist der Herbstausgabe 2018 von „die elisabethinen – Das Magazin der Elisabethinen in Österreich“ erschienen.

 

Gastfreundschaft und Innovation sind Teil der DNA der Elisabethinen. Und sie tragen dazu bei, Wissen als zentrale Ressource der Zukunft proaktiv zu erlangen und zu vermitteln.

 

Wie funktioniert die Gesundheitsversorgung in Österreich? Um diese Frage interdisziplinär zu reflektieren besuchten im Mai 2018 rund 25 Studierende der Universität Pittsburgh/USA unser Haus. Dabei erhielten sie einen Einblick in die Charakteristika eines Ordensspitals und in die für die Grazer Elisabethinen besonders profilgebenden Simulationstrainings. (siehe Fotoserie) Die Studierenden verbrachten im Rahmen der Initiative „Comparative Healthcare“ der Universität Graz einige Wochen in Österreich.

 

Begegnung und Diskurs mit jungen Menschen, die in verschiedenen Disziplinen in Ausbildung oder am Beginn ihres Berufslebens stehen, sind für uns ein wesentliches Element für Innovation und strategisches Wissensmanagement. Unsere Mitarbeiter/innen können dabei ihr profiliertes Fachwissen und ihr hohes Engagement weitergeben. Gleichzeitig erleben die Gäste unsere Expert/innen bei ihrer täglichen Arbeit in einem attraktiven Unternehmen.

 

Der damit verbundene Wissenstransfer trägt über das gegenseitige Lernen hinaus auch dazu bei, unser Profil zu vertiefen. Mit diesem Netzwerkgedanken ist besonders das Prinzip von Kooperationen verbunden. Die Charta der Elisabethinen in Österreich betont die Notwendigkeit partnerschaftlicher, subsidiärer Netzwerke und langfristiger guter Beziehungen und formuliert: „In allen Verhandlungen und Kooperationen sollen Ehrlichkeit und Fairness an erster Stelle stehen. Der eigene Vorteil darf nie Grund sein, diese Haltungen in Frage zu stellen oder zu relativieren.“

 

Wissen ist die zentrale Ressource der Zukunft. Sie entscheidet wesentlich über die Zukunftsfähigkeit einer Organisation und ihre gelingende Ökonomie mit. Der Umgang damit und besonders mit den Mitarbeiter/innen als Träger/innen dieses Wissens hat fundamentale Auswirkungen auf Führung, zwischenmenschlichen Umgang, Personal- und Organisationsentwicklung. Klaus North, Professor für Internationale Unternehmensführung in Wiesbaden, spricht von einem „neuen Sozialkontrakt“, der besonders mit Subsidiarität, Vertrauen und Führen als Dienst verbunden ist.

 

Das mit all dem verbundene strategische Wissensmanagement umfasst meiner Ansicht nach jene zumal interdisziplinären und teamorientierten Gebiete und Fähigkeiten, von denen man heute glaubt, dass sie auch in Zukunft gesellschaftlich relevant sind und so dazu beitragen, die Aufgaben in einer Organisation angemessen und nachhaltig zu erfüllen. Deswegen ist die Notwendigkeit von Wissensmanagement und subsidiären Netzwerken allerdings nicht weniger umstritten. Zukunftsorientierte Bildung als Element einer profilierten Strategie in einer Organisation ist keine Missachtung des Regelbetriebes, sondern Voraussetzung für dessen nachhaltigen Erfolg. Sie ist prinzipiengeleitet und marktorientiert.

 

Zunehmende Schwerpunkte des elisabethinischen Wirkfeldes „lernen&leben“ in Graz werden (1) das Engagement für interdisziplinäre Kompetenz für ein gelingendes Leben besonders im Alter und (2) für franziskanische Diversität und Nachhaltigkeit sein. Im heurigen Gedenkjahr 1918–1938–2018 gestalten wir eine Kooperation mit der steirischen Caritas-Akademie zu medizinischen und gesellschaftspolitischen Implikationen von Gedächtnis. Mit den Alumni der Universität Graz gestalten wir Veranstaltungen, so zu Diversity Management und weiteren Themen im Spannungsfeld von Gesundheit und Ethik. Gemeinsam mit den Elisabethinen Linz-Wien wirken wir an der Online-Plattform „youtoo.help“ mit, die pflegende Angehörige unterstützt und vernetzt. Zudem beteiligen wir uns als Kooperationspartner an dem Masterlehrgang „Managing Age/ing – Interdisziplinäre Gerontologie“ der Universität Graz als Beitrag zu unserer gesellschaftliche Verantwortung für ein gelingendes Leben besonders im Alter und für das dazu nötige profilierte Wissen in Gesundheit, Spiritualität und Ethik.

 

 

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