Erster Elisabethinischer Pflegekongress – Tag 1

Der erste gemeinsame Pflegekongress elisabethinischer Krankenhäuser in Österreich ist am 22. September 2016 erfolgreich gestartet. Rund um das Thema „Gesundheitsmanagement“ erleben die Teilnehmenden im Kurhaus Marienkron spannende Vorträge, Diskussionen und Workshops.

Als Auftakt des Kongresses zog Skisportlegende Mag. Anton Innauer Parallelen zwischen dem Leistungssport und der Arbeit im Gesundheitsbereich. „Sowohl im Spitzensport, als auch im Pflegebereich muss man selbst spüren, wann die Anstrengung zu viel wird“, so Innauer. „Außerdem braucht es die Möglichkeit, Fehler zu machen, und Trainer – beziehungsweise Führungskräfte –, die Fehler zulassen.“

Wie Organisationen die Mitarbeitenden dabei unterstützen können, ihre Gesundheit zu managen, wurde in der folgenden Podiumsdiskussion thematisiert. „Unsere Mitarbeiter sind praktisch Spitzensportler, sie erbringen permanent sehr hohe Leistungen“ so Margit Kaiser-Mühlecker MBA, Pflegedirektorin des Krankenhauses St. Elisabeth Wien. Damit das funktioniert, müssen „die Kultur in einem Betrieb sinnstiftend sein und die passenden Rahmenbedingungen geschaffen werden“, so MMag. Dr. Christian Lagger MBA, Geschäftsführer des Krankenhauses der Elisabethinen Graz.

Sport diente den Vortragenden aber nicht nur als theoretisches Anschauungsmodell, sondern auch als praktische Lösung zur Förderung der Gesundheit. Dr. Johannes Huber MBA, Geschäftsführer der Alphalauf International, strich die positiven Seiten von Bewegung heraus: „Beim Sport trainiert man die mentalen Fähigkeiten, wie Ausdauer und Motivation. Physisch betrachtet verbessert sich die Sauerstoffaufnahme, man erholt sich schneller – auch im stressigen Berufsalltag.“

Ob Mitarbeiter im Gesundheitsbereich auf sich selbst achten und überdies im Team gut funktionieren, sei auch für PatientInnen spürbar, so Mag.a Beate Hartinger-Klein, Aufsichtsrätin der Gespag: „Organisationen stehen deshalb vor der Herausforderung, gleichzeitig die PatientInnen und die MitarbeiterInnen zufrieden zu stellen.“

In seinem Vortrag „Step by step. Überlegungen zu einem franziskanisch-elisabethinischen Management“ veranschaulichte Dr. Lagger, was sich Führungskräfte von der Herangehensweise des Hl. Franziskus und der Hl. Elisabeth abschauen können.
Die Frage „Wer ist schuld?“ wurde im Input von Univ.-Prof. MMag. Dr. Harald Stummer von der UMIT zwar nicht restlos geklärt, er trug dennoch zu einem besseren Verständnis von Schuld und Verantwortung im Pflegebereich bei. Sein Plädoyer: „Wir sollten im Problemfall nicht einer einzelnen Person die Schuld zuweisen. Viel eher sollten wir hingehen und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Ganz im Sinne der Hl. Elisabeth: Schau hin und handle!“

In Workshops konnten sich die TeilnehmerInnen je nach Interessenslage weiter im Bereich Gesundheitsmanagement vertiefen. Den Ausklang fand der erste Kongresstag beim gemeinsamen Abendessen und einer Weinverkostung von Weinbauern aus der Region um Mönchhof.

Der „Elisabethinische Pflegekongress“ spiegelt das stete Bemühen der Elisabethinen um die Mitmenschen wider. Er ist eines von vielen Zeichen für die elisabethinische Qualität, einerseits als Arbeitgeber, andererseits im Sinne der speziellen Orientierung am Menschen. Das Kurhaus Marienkron, das seit dem Vorjahr im Eigentum der Elisabethinen Graz, Linz und Wien ist, bietet dank seiner Gesundheitsorientierung und seinem Fokus auf individuelle Bedürfnisse den idealen Rahmen für den Kongress.

Fotos: (c) Andreas Bürger / Die Elisabethinen


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