Laudatio für Doz. Dr. Günter Forche

Bei der Verleihung der "Goldenen Rose der Elisabeth" hielt die Generaloberin der Elisabethinen diese Ansprache.

Sehr geehrter Herr Dozent Forche,
Sehr geehrte Damen und Herren,

Heute haben wir uns zu dieser festlichen Tischrunde zusammengefunden, um einem langjährigen Wegbegleiter unseres Krankenhauses Dank zu sagen.
Sehr geehrter Herr Primarius Forche, vor mehr als 22 Jahren haben Sie in unserem Haus mit Ihrer Tätigkeit begonnen. Sie haben den Gründungsgedanken der Elisabethinen, für arme Menschen da zu sein, entscheidend mitgeprägt. - Denn zu den vielen materiell armen Menschen, die es auch heute in unserer Gesellschaft gibt, gibt es eine andere Form der Armut. Eine Armut, die die Seele der Menschen berührt. Sie hat viele Gesichter: Einsamkeit, Schmerzen, Angst. Durch die Entwicklung einer eigenen Palliativstation in unserem Haus haben Sie die Zeichen und Not der Zeit erkannt und einen Ort der Linderung geschaffen.

Seit 2001 haben Sie als ärztlicher Direktor in unverwechselbarer Weise mitgeholfen, das Krankenhaus zu führen. Im Gespräch mit dem Konvent, mit den Geschäftsführern und in der Kollegialen Führung haben Sie Ihre Sicht auf das medizinische Umfeld, in dem sich unser Krankenhaus befindet, immer wieder eingebracht.

Dass wir Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Graz sind und in die EBA des Universitätsklinikums eingebunden, waren zwei wichtige Positionierungen unseres Hauses, die Ihre Handschrift tragen.
Dankbar schauen wir besonders auf die letzten drei Jahre. Sie haben uns, mit Ihrer Bereitschaft, die ärztliche Leitung noch weiter zu übernehmen, eine wertvolle Zeit geschenkt. Schwierige Zeiten sind angebrochen und Sie haben mit der Geschäftsführung zusammen das Elisabethinen-Schiff über so manche Wogen lenken geholfen.

Heute möchte ich Ihnen auch ganz persönlich und im Namen aller Schwestern Vergelt’s Gott sagen, für die stete Sorge um unsere Mitschwestern. Ich danke Ihnen für die Hilfe, die Sie uns angedeihen haben lassen, - selbst in Ihrer Freizeit. Ihre Hilfe für Sr. Consolata sei nur beispielhaft genannt.

Sehr geehrter Herr Doz. Forche, das heutige Fest ist kein Abschied. Vielmehr steht es am Beginn einer neuen Zusammenarbeit. So freue ich mich dass ich, Ihnen, liebe Gäste, heute die freudige Nachricht geben kann, dass Herr Dozent Forche, der Gründungsobmann unseres Vereins der Freunde und Förderer der Elisabethinen sein wird. Ich danke Ihnen, Herr Primarius Forche, für diese Bereitschaft. Ich sage auch Dir, liebe Frau Magister Gettinger, ein aufrichtiges Vergelt's Gott dafür, dass Du in den vergangenen Jahren Deinen Mann mit uns geteilt hast und schließe gleich die Bitte an, dass er uns noch weiter etwas von seiner Zeit und Energie schenken darf.

Als ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit unserem Haus möchten wir Ihnen etwas überreichen:
Zum einen ist es die Rose der hl. Elisabeth.
Sie sind der Erste, dem wir dieses Ehrenzeichen überreichen.
Diese Rose ist ein Zeichen der Dankbarkeit und Freundschaft zwischen den Elisabethinen und dem Träger der Rose.
Und ein zweites dürfen wir ihnen überreichen: 1693 hat Maria Theresia, Gräfin von Wagensperg, durch einen Brief ihre Stiftung festgeschrieben und damit die Gründung unseres Hauses vollzogen. Dieser Brief ist seit damals im Besitz unseres Klosters. Wir möchten Ihnen einen originalgetreuen Nachdruck dieses Briefes schenken. Gräfin Maria Theresia von Wagensperg hat mit den drei ersten Ordensschwestern den Geist der heiligen Elisabeth in die Steiermark geholt. Der Geist der Hl. Elisabeth ist besonders dadurch erkennbar, die Bedingungen der Zeit, auch wenn es schwierige sind,  anzunehmen, Wege zu finden für andere Menschen in ihrer Not dazu sein und im Vertrauen auf Gottes Hilfe das Beste im Sinne der Nächstenliebe zu tun. Durch 22 Jahre haben Sie, Herr Dozent Forche, diesen Geist der heiligen Elisabeth gelebt. Wir bitten Sie, dass Sie diesen Geist weitertragen und ihn in unserem neuen Verein verwirklichen und in die Zukunft tragen.

Ich danke Ihnen nochmals und Wünsche Ihnen und Ihrer ganzen Familie allen Segen des Himmels und Gesundheit!


Zurück